Kleintierzuchtverein Langenzersdorf KTZV-N9
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der Eisvogel  ( Alcedo atthis )

Name: Eisvogel

Lateinischer Name: Alcedo atthis

Klasse: Vögel

Größe: 13 - 16cm

Gewicht: 30 - 40g

Alter: 7 - 10 Jahre

Aussehen: bläuliches Gefieder

Geschlechtsdimorphismus: Ja

Ernährungstyp: überwiegend Fischfresser (piscivor)

Nahrung: Amphibien, Fisch, Insekten, Weichtiere

Verbreitung: Asien, Europa, Nordafrika

Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv

Lebensraum: stehende und langsam fließende Gewässer

Natürliche Feinde: Raubvögel

Paarungszeit: März

Brutzeit: 18 - 21 Tage

Gelege Größe: 3 - 7 Eier

Sozialverhalten: Einzelgänger

 

Vom Aussterben bedroht: Ja

 

 

    Der Eisvogel gehört der Gruppe der Eigentlichen Eisvögel an, die weltweit insgesamt etwa neunzig Arten umfasst. Gemeinsam ist allen Eisvögeln das leuchtende und bunte Gefieder, das je nach Lichteinfall in verschiedensten Farben glänzt.

    Der in Mittel- und Nordeuropa, Asien und Nordafrika beheimatete Eisvogel erscheint von gedrungenem Körperbau und besitzt einen langen Schnabel und einen verhältnismäßig kurzen Schwanz.

    Je nach Verbreitungsgebiet ist der Eisvogel ein Zug- oder Standvogel. In Skandinavien beheimatete Exemplare beispielsweise ziehen in der kalten Jahreszeit in ihre nordafrikanischen Winterquartiere.

    Der Eisvogel lebt ausschließlich in unmittelbarer Nähe zu klaren, stehenden oder nur langsam fließenden Gewässern mit einem hohen Bestand an kleinen Fischen, die ihm als wichtigste Nahrungsquelle dienen. So ist der Eisvogel sowohl an sauberen und naturbelassenen Flüssen und Bächen, als auch an künstlich angelegten Kanälen sowie Tümpeln und Seen anzutreffen.

    Neben Fischen ernährt sich der Eisvogel auch von Wasserinsekten, kleinen Krebsen, Larven, Fröschen und Schnecken. Diese fängt er durch das charakteristische Stoßtauchen, im Zuge dessen er sich innerhalb weniger Sekunden kopfüber und in leicht schräger Bahn ins Wasser stürzt und sie dann direkt unter der Wasseroberfläche ergreift.

    Eisvögel können ihre Beute über weite Distanzen ausspähen und nutzen die Wasseroberfläche wie eine Lupe. Dadurch können sie problemlos einschätzen, in welcher Entfernung sich ihr Opfer im Wasser bewegt und ihren räuberischen Tauchgang perfekt daran anpassen.

    Um seine Beutefische, die mitunter eine Länge von zehn Zentimetern aufweisen, fressen zu können, lässt sich der Eisvogel auf einem Ast nieder und rüttelt sie so lange, bis sie sich nicht mehr bewegen.

    Eisvögel sind nur etwa sechzehn Zentimeter lang und erreichen ein Körpergewicht von maximal vierzig Gramm. Die Flügelspannweite kann bei ausgewachsenen Exemplaren jedoch bis zu 25 Zentimetern betragen.

    Auffallend sind bei Eisvögeln vor allem der grün- oder türkisblaue, irisierende Rücken und Schopf mit azurblauen Punkten sowie der leuchtend orangefarbene Bauch und Gesichtsflecken.

    Eisvögel sind streng monogam und verbringen einen Großteil ihres Lebens in festen Paarverbindungen, wobei Männchen oft mit zwei Weibchen gleichzeitig Bruten aufziehen.

    Das Weibchen legt die Eier in eine selbst gegrabene Nisthöhle in lehmigem, wenig bewurzeltem Untergrund. Die Höhle befindet sich meist am Ufer in unmittelbarer Nähe zum Wasser und kann bis zu zwei Meter lang sein, wobei bei manchen Arten schon von über acht Meter tiefen Nistplätzen berichtet wurde.

    Die Jungvögel sind je nach Art bereits nach Tagen oder wenigen Wochen fähig, aus der Bruthöhle an die Oberfläche zu gelangen und sich selbstständig auf Nahrungssuche zu begeben.

    Eisvögel besitzen je nach Art eine durchschnittliche Lebenserwartung von bis zu zehn Jahren.

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