Kleintierzuchtverein Langenzersdorf KTZV-N9
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Die Feldlerche (Alauda arvensis)

Leider schon schwer gefährdet und vom Aussterben bedroht

Die Feldlerche

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019

 

Die Feldlerche (Alauda arvensis) gehört zu den Sperlingsvögeln und zur Familie der Lerchen. Ihren Gesang hört man heute nur noch selten. Vorkommen und Verbreitung: Man kann die Feldlerche noch in Europa (z.B. in Deutschland, Dänemark, Österreich), Russland und Asien beobachten. Ihr Lebensraum wird immer mehr zerstört. Dazu später mehr. Die Feldlerche ist mit ihren 19 cm und einer Flügelspannweite von 36 cm etwas größer als die Bachstelze.

 

Wie sieht die Feldlerche aus? Männchen und Weibchen der Feldlerche sehen im Gefieder gleich aus. Der Unterschied liegt in der Größe und im Gewicht. Das Weibchen ist größer und etwas schwerer. Nun zum Aussehen vom Gefieder. Die Oberseite (Rücken) ist in verschiedenen brauntönen gestreift, der Bauch ist weiß, die Unterflügel sind grau, die Schwanzfedern sind von unten dunkel und seitlich weiß, die Brust ist hellbraun gestrichelt, der Kopf ist braun gestrichelt, sie haben einen weißen Überaugenstrich und einen hellen Wangenfleck. Ihre kurze stumpfe Haube die sie bei der Balz und bei Gefahr aufstellen, ist braun und schwarz gestrichelt. Der Schnabel ist gerade und ihre Augen sind dunkel.

 

Feldlerchen brauchen offene Kulturlandschaften mit niedriger Vegetation. Man sieht sie auch auf Heideflächen brüten. In Österreich ist die Feldlerche häufig als Brutvogel auf Äckern und bewirtschafteten Weiden anzutreffen. Auf Wiesen und Weiden ist aber der Brutverlust bei Feldlerchen sehr hoch, durch zu frühes mähen der Flächen. Viele Feldlerchen brüten heute am Rande von Kornfeldern und Rapsfeldern. Nun ein paar Bilder vom Lebensraum der Lerche.

Lebensraum der Feldlerche - Offene Flächen Lebensraum der Feldlerche - Offene Wiesen Lebensraum der Feldlerche - Brachland

Bilder zum Lebensraum der Feldlerchen

 

Der Lebensraum der Bodenbrüter in Österreich wird immer mehr zerstört.

 

Im März und April kann man die Feldlerchen bei ihrer Balz beobachten. Man hört dann die Männchen am Himmel besonders laut singen und sie stürzen sich häufiger singend zun Boden. Mit etwas Glück kann man auch im Frühjahr den Balztanz der Lerchen am Himmel verfolgen. Während der Balz sitzen sie in ihrem Brutrevier auch häufiger auf Pfählen und auf dem Boden und sie singen und rufen um auf sich aufmerksam zumachen. Die Stimme/Ruf der Feldlerchen ist sehr abwechslungsreich. Der Ruf ist ein vibrierendes „trlie“ und der Gesang sind verschiedene aufgereihte trillernde Töne.

 

 

Feldlerchen gehören zu den Bodenbrütern. Sie bauen ihr Nest versteckt in der Vegetation. Das Nest besteht aus Gras und trockenen Pflanzen. Die Nestmulde wird mit Tierhaaren ausgepolstert. Feldlerchen haben zwei Jahresbruten in der Zeit von April bis Juli. Sie legt 4-5 graugelbe Eier mit dichten und feinen braunen Flecken. Das Weibchen brütet alleine. Die Brutdauer beträgt ca. 14 Tage. Die Jungen gehören zu den Nesthockern. Nach etwa 14 Tagen (Nestlingsdauer) verlassen die Jungen ihr Nest und laufen die ersten Tage am Boden den Eltern hinterher. Beide Eltern versorgen die Jungvögel mit Nahrung. Mit ca. drei Wochen können die Jungen fliegen.

 

Nahrung der Feldlerche

 

Was fressen Feldlerchen? Die Nahrung der Lerchen während der Aufzucht ihrer Jungen besteht hauptsächlich aus Insekten, Spinnen, Würmern und Larven. Im Winter ernähren sich die Feldlerchen von Sämereien und pflanzlicher Kost.

Feldlerche sucht Nahrung Feldlerche auf Nahrungssuche Feldlerche sucht Nahrung

 

Feinde der Feldlerche

 

Wie soll es anders sein Feind Nr. 1 ist der Mensch. Er zerstört ihren Lebensraum und durch zu frühes mähen der Wiesen werden auch noch die wenigen Nester mit Jungen zerstört. Außerdem wird durch versprühen von Pestiziden, die Nahrung (Insekten) der Feldlerchen immer weniger. Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden wir ihren schönen Gesang nicht mehr hören.

Zu ihren natürlichen Feinden zählt z.B. das Wetter, die Parasiten, die Greifvögel, die Rabenvögel, das Hermelin, der Fuchs, die Wildschweine und der Marderhund.

Feind Nr 1 ist der Mensch - Nester ausmähen Rohrweihe - Natürlicher Feind Hermelin - Natürlicher Feind

 

 

 

Sandbäder sind für Vögel sehr wichtig. Es ist genauso wichtig wie das Baden, denn sie werden dadurch ihre Parasiten (Läuse, Milben, Zecken) los. Zu viele Gefiederparasiten können bei Vögeln Gefiederstörungen hervorrufen, die zum Tode führen können.

 

 

Feldlerche-Steckbrief

 

Wissenschaftlicher Name: Alauda arvensis

Art: Feldlerche

Englischer Name: Skylark

Spanischer Name: Alondra comun

Französischer Name: Alouette des champs

Italienischer Name: Allodola

Familie: Lerchen (Alaudidae)

Verbreitung: Europa, Russland, Asien

Lebensraum: Offene Kulturlandschaften, Äcker, Weiden, Wiesen

Größe: Weibchen 19 cm, Männchen 18 cm

Gewicht: Weibchen 45g, Männchen ca. 40g

Flügelspannweite: 36 cm

Geschwindigkeiten: Unter Geschwindigkeit der Vögel

Fortpflanzung/Paarungszeit: März bis Juli

Geschlechtsreife: 1 Jahr

Brut: 1-2 Jahresbruten

Brutzeit: April bis Juli

Brutplatz: Boden

Anzahl der Eier/Gelegegröße: 4-5

Brutdauer: 14 Tage

Nestlingsdauer: 14 Tage

Nahrung: Insekten, Spinnen, Würmer, Larven, Sämereien, Pflanzentriebe

Feinde: Mensch, Wetter, Gefiederparasiten, Katzen, Wiesel, Marder, Fuchs, Waschbär, Dachs, Greifvögel, Möwen, Rabenvögel

Zugvogel: Ja Kurzstreckenzieher

Alter: Lebenserwartung 5 bis 10 Jahre

Rote Liste: Ja

Die fünf Sinne der Feldlerche

Weitere Information über Lerchen unter Lerchen-Steckbriefe und Singvögel.

Bilder zu meinen Beobachtungen

Feldlerche auf ihrem Ansitz Aufgestellte Haube bei der Feldlerche Feldlerche singt am Boden Obergefieder der Feldlerche Feldlerche im Prachtkleid Feldlerche in ihrem Lebensraum Männchen singt am Boden Feldlerche im Brutkleid Flugbild der Feldlerche

Bilder zu meinen Beobachtungen bei der Feldlerche

 

 

Quelle: Beobachtungen, Fotografien, Vogel-Bilder und Autor: Gerhard Brodowski Hamburg

https://www.brodowski-fotografie.de/bilder/feldlerche/

Feldlerche.pdf
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