Kleintierzuchtverein Langenzersdorf KTZV-N9
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Truthahn  melagris gallopavo

Der Truthahn wird in Österreich auch Pute, Puter oder Indian genannt. Im Burgenland ist der Name „Poger“ die gängige Bezeichnung.
Der Name "Türkisches Huhn" entstand nach den Türkenkriegen. Damals war es gebräuchlich, alles Fremde als türkisch zu bezeichnen. Demnach bedeutet „Türkisches Huhn“ nichts anderes als „fremdländisches Huhn". Da der Name Türkisches Huhn ins Englische übersetzt wurde und die englischen Auswanderer in Amerika den Namen weiter verwendeten, wird der Truthahn in England und Amerika heute noch als „turkey" bezeichnet.

 

Abstammung

Der Truthahn stammt ursprünglich aus Nordamerika und Mexiko. Von dort aus wurde er Ende des 15. Jahrhunderts von spanischen Seefahrern nach Europa gebracht. Den Namen „Indisches Huhn" bekam er, da die Spanier glaubten, Westindien entdeckt zu haben. Von Spanien aus breitete sich dieses Hausgeflügel binnen kurzer Zeit über Europa aus.

 

Männliche Truthühner erreichen im Stand eine Höhe von 1 m und ein Gewicht von 10 kg. Weibchen sind etwas kleiner und viel leichter (90 cm, bis 5 kg), aber immer noch sehr viel größer als alle anderen Hühnervögel Nordamerikas. Das eigentliche Truthuhn und das Pfauentruthuhn unterscheiden sich zwar in der Gefiederfarbe voneinander, sind aber im Skelettbau nahezu identisch.

Der schwerfällige Körper weist einen hauptsächlich bodenbewohnenden Vogel aus, der auch auf der Flucht eher läuft als fliegt. Die kräftigen Beine sind mit je einem bis 3,5 cm langen Sporn am Tarsometatarsus ausgestattet. Die Flügel ermöglichen einen kräftigen Flug über kurze Strecken. Bei diesem wechseln sich schnelle Flügelschläge mit Gleitphasen ab. Fluggeschwindigkeiten von 100 km/h können erreicht werden.

Das Gefieder ist in der Regel dunkelbraun und schwarz und hat vor allem beim Männchen einen metallischen Schimmer in Grün- und Rottönen. Kopf und Hals sind beim Männchen unbefiedert. Ein lappenartiger Fortsatz (Karunkel) entspringt über dem Schnabel; dieser wird 6 bis 8 cm lang und hängt quer oder längs über den Schnabel. Die nackten Hautpartien werden zur Brutzeit besonders leuchtend, beim eigentlichen Truthuhn verändern sie auch ihre Farben.

Truthühner sind tagaktive Vögel, die – abgesehen von der Brutzeit – gesellig leben. Es gibt Verbände von Hennen und deren Nachkommen sowie reine Männchenverbände. Die Gruppen bestehen aus sechs bis zwanzig Tieren. Obwohl es eher lockere Verbände sind, deren Zusammensetzung häufig wechselt, gibt es eine feste Hackordnung, die durch Aggressionsverhalten und gelegentliche Kämpfe aufrechterhalten wird.

Der Tag wird am Boden verbracht, als Schlafplätze dienen dagegen Bäume, heutzutage auch Hochspannungsmasten und Gebäude.

Truthühner.pdf
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