Kleintierzuchtverein Langenzersdorf KTZV-N9
                          Kleintierzuchtverein            Langenzersdorf               KTZV-N9

          Der Feldhamster  (Cricetus cricetus)

             Vom Aussterben bedroht !!!

Der Feldhamster  (Cricetus cricetus)

 

Die heimischen Hamsterbestände – die Rede ist nicht vom Haushamster, sondern vom freilegenden Kollegen – haben sich in den letzten Jahrzehnten drastisch reduziert. Die mäuseartigen Wühler leben – ähnlich wie die Ziesel – in isolierten Gebieten, immer öfter in Parks, in Gärten und auf Friedhöfen. Wichtig für das Sichern ihrer Art sind Bauern mit hamsterfreundlicher Ackerbewirtschaftung, etwa pflugloser Bodenbearbeitung und Minimierung des Spritzmittteleinsatzes.

 

Feldhamster findet kaum Nahrung Der Feldhamster steht in Österreich und Mitteleuropa vor dem Aussterben. Wenn der Feldhamster seine Wintervorräte anlegen will, findet er kaum noch Feldkörner und Samen. Denn in der intensiven Bewirtschaftung sind die Felder bereits abgeerntet und die Stoppeln werden gleich umgebrochen. Viele andere Wildkräuter am Feldrand sind durch den Einsatz von Unkrautvernichtern rar. Der Nager wird zudem in den kahlen Flächen schnell Opfer von Fuchs und Bussard.

 

  • Größe:                 bis zu 33 cm Länge; Gewicht bis 400 g bei Weibchen, bis 500 g bei Männchen
  • Alter:    in Ausnahmen bis zu 5 Jahre; viele Junghamster überleben das erste Jahr nicht.
  • Kennzeichen:   Rücken und Flanken sind bräunlich-gelblich gefärbt, Bauch ist schwarz, Kehle, Backen      und Schultern sind weiß. Zur Abwehr stellt er sich auf die Hinterbeine, dann wirken kontrastierender dunkler Bauch und helle Pfoten wie ein aufgerissenes Maul.
  • Fortpflanzung :                meist zwei Würfe pro Jahr (mit bis zu 6 Jungen), im Zeitraum von Mai bis August.
  • Nahrung: überwiegend Getreidekörner, Kräuter, Rüben und Kartoffeln, ergänzt durch Wirbellose und    gelegentlich kleine Wirbeltiere.
  • Lebensraum:    in Österreich kommt er auf Ackerflächen mit tiefgründigen Löss(lehm)böden vor, in welchen er seine bis zu 2 m tiefen Baue graben kann. Er bevorzugt eher trockenes und warmes Klima.
Feldhamster.pdf
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